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Covid 19


Zunehmende Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen der 4. Welle führen zu einem Flickenteppich unterschiedlicher kantonaler Verordnungen zu Schutzmassnahmen in Schulen und verunsichern Eltern und Ärzteschaft. pädiatrie schweiz und Kinderärzte Schweiz (KIS) sind besorgt über diese Entwicklung, weil erneut die Kinderpopulation Zielscheibe belastender Massnahmen wird, die medizinisch nicht gerechtfertigt sind. Aus pädiatrischer Sicht halten wir fest:

 

bezüglich Krankheitslast:

 

-    die Delta-Variante führt nicht zu schwereren COVID-19 Verläufen als vorgängige Varianten. Diese Aussage basiert auf
     klinischen Erfahrungen über mittlerweile 2 Monate in der Schweiz, BAG Daten und publizierten Daten aus den USA.

 

-    die Krankheitslast für Kinder und Jugendliche in der Schweiz ist für COVID-19 insgesamt geringer als die Krankheitslast
     verursacht durch andere respiratorische Viren (RSV, Influenza).

 

-    das sehr seltene PIMS-TS Syndrom (grob geschätzt 1:5’000 bis 1:10'000 Infektionen) hat in der Schweiz bisher zu keinen
     Todesfällen geführt und hinterlässt nach bisherigen Erkenntnissen nach bis zu einjähriger Nachbeobachtungszeit nur sehr selten
     Residuen.

 

-    die COVID-19 Impfung ist seit dem 26.08.2021 ab dem Alter von 12 Jahren uneingeschränkt empfohlen.

 

bezüglich Epidemiologie:

 

-    die Seroprävalenz (Durchseuchung), die vor Beginn der 4. Welle je nach Kanton bereits bis zu 40%
     betragen hat, wird weiter rasch zunehmen, unter anderem weil die Delta-Variante hochkontagiös ist
     und weil die Teststrategie in der Schweiz seit Beginn der Pandemie so angelegt ist, dass die
     Durchseuchung bei den unter 6-Jährigen und (teilweise) auch bei den 6-12-Jährigen zugelassen wird. 

 

-    der bisherige Verlauf der 4. Welle weist darauf hin, dass auch für die Delta-Variante die wichtigste
     Transmissionsrichtung von jungen Erwachsenen zu Kindern führt und nicht umgekehrt, weil sich das
     altersspezifische Inzidenzmaximum mit zunehmender Dauer der Welle nach unten verschiebt.

 

-    das wichtigste Transmissionsfeld bleiben Familie und Haushalt, weil die Impfrate in der
     Erwachsenenbevölkerung ungenügend ist, deren Mobilität weitgehend uneingeschränkt ist und sie
     nicht systematisch getestet wird.

 

bezüglich Schulmassnahmen:

 

  Die hohen Fallzahlen führen bei Massentestungen vielerorts zu hohen Quarantänezahlen, gefährden
     den regulären Schulbetrieb und unterhalten pandemiebedingte Sekundärschädigungen von Kindern
     und Jugendlichen.

 

-    Maskenobligatorien sind vor allem in der Primarschule zu hinterfragen. Es gibt zwar Hinweise dafür,
     dass sie im Schulsetting mit moderat weniger Übertragungen assoziiert sind  sie werden den
     Gesamtverlauf der Pandemie aber kaum relevant beeinflussen.

 

  Einfache Lüftungsmassnahmen in Schulräumen fördern tiefe CO2-Werte und damit Wohlbefinden,
     Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit. Sie haben ebenfalls einen moderaten Schutzeffekt gegen
     SARS-CoV-2 Übertragungen (ca. 40% in einer Studie). Der Effekt von Luftfilteranlagen zur
     Elimination von SARS-CoV-2 im Schulsetting ist im Alltag noch wenig erforscht und für die
     Pandemiekontrolle nicht prioritär.

 

pädiatrie schweiz und KIS plädieren aus pädiatrischer Sicht deshalb dafür, dass

 

  ein geregelter, störungsarmer Schulbetrieb in den Volksschulen sichergestellt bleiben muss und alle
     notwendigen Massnahmen dieses Ziel berücksichtigen.

 

  Bund und Kantone eine schweizweit harmonisierte Strategie festlegen, welche einfach umsetzbar und
     angesichts der vergleichsweise geringen Krankheitslast von COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen
     angemessen ist.

 

-    Massentests, Maskenobligatorien und Quarantäneverfügungen auf ein unerlässliches Minimum
     reduziert werden.

 

  Quarantänemassnahmen flexibel und mit Augenmass eingesetzt werden. Bei repetitivem Testen sollen
     sie gänzlich weggelassen und Klassenquarantänen sollen nur bei mehreren Fällen (z.B. drei pro
     Klasse innert weniger Tage) ausgesprochen werden.

  die nationale Impfkampagne für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren thematisiert, dass die
     Impfung die wichtigste Massnahme zur Vermeidung von pandemiebedingten Schädigungen von
     Kindern und Jugendlichen ist und einen wesentlichen Beitrag zu deren Gesundheit leistet.

(Text: pädiatrie schweiz/ca)

 

 

Praxisassistenzärztin

Dr. med. Friederike Scheu wird unser Ärzteteam ab 01.09.2021 für ca. 1 Jahr ergänzen. Frau Scheu ist Kinderärztin im 4. Assistenzjahr, d.h. sie nimmt schon viel an Erfahrungsschatz mit und wird ein Jahr Assistenzzeit in der Praxis Kinderwelt absolvieren. Sie wird im Verlauf selbständig arbeiten dürfen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.

 

Ergotherapie

Seit Mitte 2020 arbeitet Frau Barbara Loretan in unserer Praxis. Sie ist Ergotherapeutin für Kinder und wird jeweils Donnerstags in unseren Praxisräumlichkeiten ihrer spannenden Arbeit nachgehen.

 

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